Ökumenischer Gottesdienst in den Weinbergen von Hoheneck 2015

Mehr als 100 Besucher fanden am Sonntag bei wechselhaften Wetter den Weg zum Ökumenischen Gottesdienst der katholischen und evangelischen Kirchen von Hoheneck unter freiem Himmel am Bangertseck in den Weinbergen von Ludwigsburg-Hoheneck.

Diakon Gebhard Altenburger ging in seiner Predigt auf die aktuelle Situation der beiden Kirchen ein. Ausgangspunkt war die Bibelstelle aus dem Lukasevangelium, in der Jesus die Jünger aussendet, das Evangelium zu verkünden und zu heilen. Altenburger macht deutlich, dass diese Sendung auch heute noch allen Christen zugesagt ist. Jedoch ist es in den vergangen Jahrzehnten schwierig geworden, die Menschen zu erreichen und das umzusetzen. Menschen denken, leben und glauben heute anders als vor fünfzig, sechzig Jahren. So ist es längst nicht mehr selbstverständlich, am Sonntag in den Gottesdienst zu gehen oder sich aktiv am Leben in den Kirchengemeinden zu beteiligen. Dafür gibt es viele unterschiedliche Ursachen: Die kirchlichen Angebote in der bisherigen Form z.B. berühren vielleicht nicht mehr zufriedenstellend die Alltagssorgen der Menschen. Familien sind oft im Alltagsstress überfordert und so ist jede Stunde der gemeinsamen Familienfreizeit und Erholung wertvoll. Gottesdienst und Kirchengemeinde haben da oft keinen Platz mehr. Den geringsten Grund sieht Altenburger darin, dass die die Menschen heute weniger gläubig sind. Sie leben den Glauben einfach anders. Bei den vielen Bemühungen der vergangenen Jahrzehnte mit vielen neuen Ideen und Events haben die Kirchen einfach oft vergessen, dass die Zukunft im Ursprung liegen könnte. Der Auftrag Jesu damals zu seiner Zeit auf dieser Welt war ganz einfach und klar und schnörkellos: Verkündet das Evangelium, die Frohe Botschaft, und heilt die Kranken. Dazu ist jeder Christ befähigt. Man muss aber dafür mit den Menschen in Berührung kommen. Die neuen Wege dazu sind die ursprünglichen, so wie Jesus auf die Menschen zugegangen ist – vorbehaltlos, ohne Selbstzweck. Er hat den Menschen etwas mitgegeben, das ihnen im Alltag gut getan hat und das im Leben tragfähig war. Um das heute durch Christen für alle Menschen fortführen zu können, muss Kirche dahin gehen, wo sich die Menschen bewegen, auch raus aus den Gemeinden und Gottesdiensten hinein in die Alltagswelt.

Ausgesandt waren die Jüngerinnen und Jünger das Beste weiterzugeben in Wort und Tat, nämlich Reich Gottes zu verkünden und zu heilen.
Ausgesandt waren sie, doch zuvor empfingen sie Gottes Kraft und Jesu Vollmacht. Sie hatten sonst nichts dabei – nur sich selbst brachten sie ein – so Pfarrerin Eveline Kirsch.
Heute sind wir ausgesandt, stehen mit unserer Person für das ein, was wir glauben. Mit vielen „Gutsle“ hat Gott unser Leben bedacht, das geben wir an andere weiter. Um dabei gut bei Stimme zu bleiben, gab es für alle ein Heilkräuterbonbon.

Im Anschluss bewirtete der Wein-, Obst- und Gartenbauverein Hoheneck die Besucher mit köstlichen Speisen und Getränken. Auf dem gemütlichen Platz vor dem Weinberghaus wurden XXL-Schnitzel und Würste der Metzgerei Hack in Hoheneck und frischer Kartoffelsalat serviert. Eine Vielzahl von Getränken aus der Region rundete das Angebot ab.

 

Bilder vom Ökumenischen Gottesdienst 2015:

 

  

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