Was für ein Fest! Drei Tage Aufbau, zwei Tage Vollgas, ein Tag Abbau und zwei Tage Aufräumen – hinter dem 2. Weinbergfest des Wein-, Obst- und Gartenbauvereins Hoheneck e.V. stecken weit über 400 Arbeitsstunden. Rund 120 fleißige Helferinnen und Helfer, von denen einige Gesichter öfters und sehr lange gesehen wurden, haben geschwitzt, geschleppt und gelacht, um diese schöne Tradition (übernommen vom KSV Hoheneck) gebührend zu feiern. Und die Mühe hat sich gelohnt – auch wenn uns die Hitze und die Technik kurzzeitig den Puls in die Höhe trieben!
Samstag: Erst der Schock, dann der Schmaus
Der Samstagvormittag lief wie am Schnürchen. Die Dekoration saß, die Vorfreude stieg und um 16:00 Uhr sollte es offiziell losgehen. Doch um exakt 14:15 Uhr passierte das, was jeder Festwirt fürchtet: Blackout! Kein Strom.
Bei Temperaturen von weit über 30 °C dachten wir zuerst, unsere drei Fritteusen und der Backofen hätten das Netz zum Schmelzen gebracht. Doch schnell war klar: Halb Hoheneck und einige Nachbargemeinden saßen im Dunkeln. Jetzt war schnelles Handeln gefragt. Während ein kleines Aggregat sofort die Kühlung von Fleisch und Würsten rettete, flitzten zwei Vereinsmitglieder los, um ein echtes Kraftpaket von Stromaggregat zu organisieren. Elektriker Sascha eilte ebenfalls zur Rettung herbei. Als die Leitungen glühten (diesmal im positiven Sinne) und der Ersatzstrom lief, war plötzlich auch das öffentliche Netz wieder da. Sicher ist sicher: Die Aggregate blieben als treue Wächter vor Ort.
Kaum lief alles und die ersten Gäste strömten auf den Platz, verabschiedete sich eine unserer Spülmaschinen in den ewigen Feierabend. Aber hey, wir sind das WOGV-Team – solche „Kleinigkeiten“ bringen uns doch nicht aus dem Konzept!
Der Festplatz füllte sich rasant. Bei saftigen Steaks, Roten, Bratwürsten, der legendären WOGV-Wurst und frisch gebackenem Flammkuchen blieb kein Magen leer. Passend dazu präsentierte Weinbau H&e und Freunde an einem eigenen Stand erlesene Steillagenweine aus den Terrassen hoch über dem Neckar. Ein wahrer Traum für den Gaumen!
Prominenter Besuch auf der Festwiese: Gegen 17:30 Uhr durften unsere Vorsitzenden Markus und Jens den Stadtvater von Ludwigsburg begrüßen. Oberbürgermeister Matthias Knecht ließ es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen, und genoss sichtlich die entspannte Atmosphäre bei Flammkuchen und Wein.
Kurz nach 18:00 Uhr hieß es dann: Ausgebucht! Bis zu 300 Gäste gleichzeitig tummelten sich auf dem Platz. Dank unseres perfekt eingespielten Teams an Grill, Fritteusen und Ausschank gab es trotzdem keine langen Wartezeiten.
Und weil das Fest so holprig begonnen hatte, brauchte der Abend natürlich auch einen spannenden Abgang: Die Polizei baute sich zu Fahrzeugkontrollen an den Ausfahrtswegen auf. Ob das Interesse wirklich den Autos oder eher dem Promillewert der Fahrer galt? Unsere Gäste bewiesen jedenfalls Ausdauer, blieben einfach noch ein Schlückchen länger sitzen und traten erst gegen 23:30 Uhr den Heimweg an. Wir hoffen inständig, dass alle Führerscheine noch an ihrem Platz sind!
Sonntag: Gottesdienst, Weißwurst-Spurt und Spiele mit dem Bürgermeister
Der Sonntag startete besinnlich. Um 10:00 Uhr versammelten sich über 90 Besucher zum ökumenischen Open-Air-Gottesdienst auf unserer Festwiese. Ein großes Lob gab es von der katholischen und evangelischen Kirche für unseren hervorragend gestalteten Altar.
Direkt im Anschluss, um 11:00 Uhr, fiel der Startschuss zum Weißwurstfrühstück. Und wer zu spät kam, den bestrafte das Leben: Bereits kurz vor 12:00 Uhr waren alle 150 Paar Weißwürste restlos ausverkauft! Zum Glück gab es reichlich Nachschub vom Grill. Für den süßen Zahn sorgte die Klasse R 9C der Oscar-Paret-Schule Freiberg: Mit 35 verschiedenen, selbstgebackenen Kuchen und Torten besserten die Schüler phänomenal ihre Landheim-Kasse auf – und die Besucher ließen kaum ein Krümelchen übrig.
Auch der Sonntag glänzte mit hohem Besuch. Frau Nadine Motz von der Grundstücksverwaltung der Stadt Ludwigsburg besuchte uns mit ihrer Tochter. Kurz darauf mischte sich auch Baubürgermeister Sebastian Mannl (Tiefbau- und Grünflächenamt) unter die Gäste. Und dass der Bürgermeister absolut nahbar ist, bewies er prompt auf dem Spielplatz: Da wurde direkt eine Runde Riesen-Mikado und „4 Gewinnt“ gezockt!
Ein Spieleparadies für die Kleinen (und Taktik für die Großen)
Der Spielplatz war der absolute Renner. Ob Riesen-Mikado, Dosenwerfen oder der kleine Fußballplatz – die Kids waren kaum wegzubekommen. Für die Eltern gab es am Ende des Festplatzes aber einen strategischen Joker: das Slush-Eis. Und wie der Zufall es wollte, lag das genau in Richtung Parkplatz. Eine Win-Win-Situation für alle!
Fazit & Danke
Zwei wunderschöne Tage am Weinberghaus Rapp gingen viel zu schnell vorbei. Bereits am Dienstag erinnerte kaum noch etwas an das bunte Treiben – der Platz blitzte und blinkte.
Ein riesiges, herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die vor, während und nach dem Fest angepackt haben. In diesem Jahr haben wir auch ganz tolle Unterstützung erhalten, die durch unseren Helfer-Aufruf beim Hohenecker Kanal auf uns aufmerksam wurden. Einen Extra-Dank nochmal speziell an Euch für Eure Hilfsbereitschaft. Ohne Euch wäre so ein Event nicht machbar!
Na dann: Auf zur nächsten Veranstaltung! Euer WOGV Hoheneck e.V.
Bilder vom Weinbergfest am Samstag, 11.07.2026:
Bilder vom Ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, 12.07.2026:
Bilder vom Weinbergfest am Sonntag, 12.07.2026:
Bilder vom Auf- und Abbau für das Weinbergfest 2026:
