Am Samstag, den 25.04.2026, war es endlich so weit: Der Moment, auf den unsere Pflanzen (und unsere Kaffeemaschinen) sehnsüchtig gewartet haben. Die Wasserleitungen wurden geflutet! Endlich wieder Gießen ohne Schleppen, Duschen unter dem Rasensprenger und Pools, die nicht mehr nur als Staubfänger dienen.
Die Ruhe vor dem (Wasser-)Sturm
Unsere beiden Wasserwarte hatten sich bereits drei Wochen lang wie Rohr-Detektive durch das knapp 4,5 km lange Leitungsnetz des Wein-, Obst- und Gartenbauvereins Hoheneck e.V. gekämpft. Ventile wurden beschworen, Schäden aus dem Vorjahr liebevoll verarztet und alles für das große Finale vorbereitet. Am Freitag spülte ein kleines Team die Leitungen vor – quasi das Warm-up für das, was kommen sollte.
Freitag: Das Omen der Tropfen
Schon bei der ersten Inbetriebnahme am Freitagabend deutete sich an, dass das Universum andere Pläne für unser Wochenende hatte. Wo eigentlich nur Wasser fließen sollte, hieß es plötzlich: „Houston, wir haben ein Leck.“ (Oder eher zehn). Tropfende Ventile und geplatzte Leitungen begrüßten uns so herzlich, dass der Samstag schon vor seinem Beginn als „arbeitsreich“ abgestempelt wurde.
Samstag: 10 Helden und 110 Baustellen
Pünktlich um 9 Uhr standen 10 tapfere Helfer am „Bunker“ bereit. Der Plan: 110 Wasserzähler montieren, gegen 14 Uhr fertig sein, Feierabendbier. Die Realität: Ein hochemotionales Treffen mit kaputten T-Stücken und Leitungen, die sich spontan für eine Fontänen-Show entschieden hatten.
Die Teams hatten alle Hände (und Rohrzangen) voll zu tun. Während der Frustpegel stieg, rettete uns die kulinarische Kavallerie:
Ein riesiges Dankeschön an unsere Lieblingsmetzgerei Hack aus Hoheneck! Der gespendete Fleischkäse und die knusprigen Brötchen waren der einzige Grund, warum niemand versucht hat, in den Rohren zu überwintern.
Das Licht am Ende des Tunnels (oder der Leitung)
Gegen 17 Uhr war es geschafft: 95 % der Anschlüsse laufen! Die restlichen Prozente? Nun ja, morgen ist auch noch ein Tag. Und übermorgen. Wir sind optimistisch – irgendwann hört es immer auf zu zischen.
Ein gigantisches Dankeschön an alle Helfer! Ihr habt an diesem Tag nicht nur Leitungen geflickt, sondern echtes Durchhaltevermögen bewiesen. Wer braucht schon ein Fitnessstudio, wenn er 4,5 Kilometer Rohre bändigen kann?
Bilder von der Wasseröffnung 2026:
